WoMo Reise Balkan Länder, Woche 7, vom 01.08. bis 07.08.2026
WoMo Reise Balkan Länder, Woche 7, vom 01.08. bis 07.08.2026
Albanien: Tirana, Nationalpark Tomorr, Osum-Schlucht, Ohridsee, Fierza-Stausee, Kukes,
Kosovo: Prizren, Pristina. Albanien: Valbona Tal
Samstag:
Sehr früh, sind wir in Tirana losgefahren, um die Altstadt und das UNESCO-Welterbe von Berat vormittags anzuschauen. Sie liegt auf beiden Seiten des Flusses Osum und wurde an den sehr steilen Felswänden hochgebaut. Nach der Besichtigung fuhren wir unser nächstes Ziel, den Nationalpark Tomorr an. Der WoMo Stellplatz war sehr schwer zu erreichen und bot keinen Schatten. Wir suchten uns deshalb spontan am Fluss Osum, ein schattiges Plätzchen zum Übernachten. Im Fluss Osum konnten wir uns natürlich auch abkühlen.
Sonntag:
Im Nationalpark Tomorr gibt es eine Attraktion, den recht nahen Wasserfall. Wir hatten jedoch eine 9 km lange Wanderung ausgesucht, die sehr interessant war. Irre kleine, teils zugewachsene Wege und tolle Blicke auf den Osum Fluss. Den Wasserfall besuchten wir natürlich auch. Hans schwamm sogar darin. War ähnlich wie das Blue Eye in Theth. Am Ende der Wanderung kühlten wir uns nochmals im Fluss Osum ab und fuhren zum nicht weit entfernten Osum-Canyon. Auf einer Aussichtsplattform konnten wir den Canyon sehr gut einsehen. War schon beeindruckend. Mit der geplanten Radtour war dies gar nicht zu erwarten. Wir entschieden uns deshalb weiter zu fahren. Die angedachte Route über einen Pass war nur für Allradautos möglich. Wir mussten deshalb in einem großen Bogen zurückfahren. Letztlich sind wir doch noch am großen Ohridsee angekommen. Kurz nach Pogradec, nahe der mazedonischen Grenze, blieben wir auf einem netten Campingplatz, direkt am Wasser. Der Osum-Canyon war übrigens unser südlichster Punkt. Ab da befanden wir uns sozusagen auf dem Rückweg.
Montag:
Doris konnte endlich mit der Waschmaschine vom Campingplatz wieder richtig Wäsche waschen. Auch die Bettwäsche war dran. Danach gingen wir in Pogradec einkaufen. Parkplätze gab es keine, aber viel Verkehr. Wir machten es genauso wie die Albaner. Warnblinker an und in zweiter Reihe auf der Straße parken, was den Verkehr zum Stocken bringt. Ist jedoch hier normal. Als wir wieder weiterfahren wollten, hielt sogar ein Polizist den Verkehr für uns kurz an. Nach all der Arbeit fuhren wir mit den Rädern über die nahe Grenze nach Mazedonien und besichtigten das Kloster Sveti Naum, welches unweit am See lag. Um das Kloster herum war richtig was los. Badestrände, Restaurants, Souvenirshops und viele Menschen. Ist wohl ein sehr beliebter Hotspot. Den Rest des Tages lagen wir ganz entspannt am Strand vom Ohridsee. Doris fand darin sogar Muscheln, die gab es dann zum Abendessen als Vorspeise.
Dienstag:
Heute war nicht unser Tag. Bei der Einreise nach Mazedonien wurden wir, wegen fehlender grüner Versicherungskarte vom WoMo, abgewiesen. Deshalb reisten wir wieder in Albanien ein. Als Notfallplan fuhren wir wieder Albanien hoch, bis zum Fierza-Stausee bei Kukes. Das ist übrigens der größte Stausee von Albanien und verbindet sich mit dem Koman Stausee. Hier fanden wir ein ruhiges Plätzchen, auf einer Halbinsel direkt am See.
Mittwoch:
Nachdem wir die holprige Straße bewältigt hatten, fuhren wir weiter nach Kukes und bald darauf über die Grenze in den Kosovo ein. Hier gilt die grüne Versicherungskarte nicht. Man schließt an der Grenze einfach eine Versicherung ab. In der zweitgrößten Stadt Prizren legten wir den nächsten Stopp ein. Wir besichtigten ein paar der vielen Moscheen. In Prizren gibt es eine Einkaufsstraße nur für Braut- und Trachtenkleider, sowie unzählige Schmuckläden. Danach schlenderten wir durch die Altstadt. Im Kosovo hatten wir kein Internet, deshalb suchten wir immer Kneipen mit Wifi, um zu planen. Doris hatte für mich, um 17:00 Uhr eine geführte Klettersteigroute gebucht. Ich traf mich mit zwei Guides, vom örtlichen Alpinclub. Ich war der einzige Kunde. Der Klettersteig verlief über 300hm und war teilweise recht ausgesetzt. Hat richtig Spaß gemacht. Er bot auch eine tolle Aussicht in das enge Tal und die Berge.
Donnerstag:
Nach der interessanten Stadt Prizren fuhren wir in die Hauptstadt vom Kosovo nach Pristina. Leider hat unser Kühlschrank den Geist aufgegeben. In Pristina gingen wir deshalb in ein riesiges Einkaufszentrum um eine Kühlbox mit Stromanschluss zu kaufen oder wenigstens Eisbeutel. Beides gab es da jedoch nicht. War echt blöd. Pristina hatte eine breite lange Fußgängerzone, auch Moscheen, ein paar Denkmäler und wenige imposante Gebäude. Die Stadt Prizren hatte deutlich mehr Flair.
Freitag:
Bereits morgens fuhren wir weiter in das Valbona Tal. Dabei verließen wir den Kosovo und reisten wieder in Albanien ein. Um in das Valbona Tal zu kommen mussten wir über eine Brücke mit 3,5t und 2,30 Breite. Unser WoMo passte da gerade so durch. Am frühen Nachmittag stellen wir unser WoMo auf einen kleinen Campingplatz und starteten gleich eine kleine Wanderung mit 10km und ca. 700hm. Wie immer im Balkan ging es extrem steil hoch und genauso wieder runter. Dabei konnten wir tolle Aussichten in das Valbona Tal und die umliegenden Berge genießen.

